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Leider können Jugendliche aus dem Kanton Bern bis heute nur sehr eingeschränkt vom Gleis 7 profitieren, vor allem wenn sie in der Agglomeration oder in Gebieten wohnen, die mit der SBB schlecht erreichbar, aber durch Bus, Tram, RBS oder Postauto gut erschlossen sind. Das Problem ist, dass das Gleis 7 bis heute nur bei ganz wenigen Transportunternehmen des Nahverkehrs integriert ist. Eine solche Lösung ist bisher unter anderem nicht möglich, weil die kantonalen Behörden den Transportunternehmen nicht gestatten, das Gleis 7 zu akzeptieren.
In der RVK Oberaargau ist die Forderung nach einer Integration des Gleis 7-Abonnementes ins Libero-Tarifverbund-Netz einstimmig verabschiedet worden, was den notwendigen Auftrieb für das wichtige Anliegen zusätzlich forcierte. Jugendliche aus der Stadt Bern reichten zudem am 23. März 2006 die Jugendmotion zum Gleis 7-Abonnement der SBB ein. Sie forderten, dass das Gleis 7-Abonnement in den Libero-Tarifverbund zu integrieren und damit Jugendlichen bis 25 Jahre für 100 Franken im Jahr ab 19 Uhr die Benutzung von Tram, Bus, Postauto und alle weiteren öffentlichen Transportmittel des Nahverkehrs zu ermöglichen.
Das Gleis 7 hat das grosse Potential, Jugendlichen die Vorteile des ÖV aufzuzeigen. Es ist kostengünstig und dann gültig, wenn die meisten jungen Menschen unterwegs sind, um die Freizeit zu geniessen. Durch den Umstieg vom individuellen Verkehrsmittel auf den ÖV können zudem Junge angesprochen werden, die bekanntermassen zu einer Risikogruppe im Strassenverkehr gehören, was die Sicherheit auf der Strasse erhöht. Den entstehenden Kosten für die Akzeptanz auf den Nahverkehrslinien wird durch die kleineren Emissionen des MIV (Motorisierten Individualverkehr) die Waage sicherlich gehalten, vor allem im umweltpolitischen Sinne.
Motion: Der Regierungsrat wird beauftragt, das Jugend-Abonnement Gleis 7 für das gesamte öV-Netz im Kanton Bern gültig zu erklären.
Bern, 06. 06. 2006 SP/JUSO; Grossrätin Nadine Masshardt
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